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Aktuelle fachwissenschaftliche Texte/ Recent Academic Publications (Full-Text Downloads or Link)

Neuer Beitrag zu Webquest 2.0

„Webquest 2.0“ – KI in der Schule

Webquests waren zu Beginn dieses Jahrhunderts in den Schulen beliebte Unterrichtskonzepte, um das Lernen mit dem Internet in den Schulen einzuführen. Wenn man aber heute nach Webquests sucht, so ist man erstaunt, dass diese Methode heute kaum mehr praktiziert wird. In diesem Aufsatz versuche ich, darzustellen, welche Gründe hinter diesem Wandel stehen. Dabei vertrete ich die These, dass die neuen Entwicklungen im Rahmen der künstlichen Intelligenz dem didaktischen Konzept den Boden entzogen.

Der Übergang vom Suchen mit Stichwörtern im „Google“-Stil zu Prompts im Rahme von KI erfordert auch das Neujustieren der pädagogischen Konzepte im Zusammenhang mit der Internet-Suche. Dazu kommt, dass es nicht mehr um einfache Wissensabfragen geht, sondern um die aktive Konstruktion von Wissen im Verhältnis von Creator (Hier: den Schülerinnen und Schüler) und den KI-Assistenten als Co-Creatoren).

Sie können hier den Volltext herunterladen.

and the english version

Die Medienpädagogik unter dem Druck  der  KI und des digitalen Kapitalismus.

In: Klaus Rummler, Günther Pallaver, Petra Missomelius, Valentin  Dander,  &  Oliver  Leistert  (Hrsg.),  Streifzüge  an  den  Nahtstellen  von  Medien, Bildung und Philosophie (2. erw. Aufl., Medien – Wissen – Bildung 2025, S. 501–520).  Zürich:  OAPublishing  Collective. 

https://doi.org/10.21240/978-3-03978-164-5

Meinungsmacht wird heute viel stärker über die Plattformen des digitalen Kapitalismus als über die traditionellen Medienhäuser durchgesetzt. Dieses Plattformmodell  basiert nicht mehr auf  einer Warenökonomie, sondern agiert auf einem Provisionsmodell (vgl. Staab 2019) und handelt mit Informationen. Unternehmen  wie  Google und Facebook nutzen Nachrichten, die ihnen unentgeltlich zur Verfügung gestellt werden, als Rohmaterial für generative Sprachmodelle, die für die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz (KI) unerlässlich sind.

Diese künstliche Intelligenz soll denn auch das Stichwort sein, um den aktuellen Stand der Medienpädagogik zu diskutieren. Mit KI verändert sich nämlich die Medialität, von der wir alle betroffen sind.

Den Text finden Sie hier.

Überlegungen zum Strukturwandel der Öffentlichkeit im Zeichen von digitalem Kapitalismus und künstlicher Intelligenz

In: Bildung und digitaler Kapitalismus (V. Dander, N. Grünberger, H. Niesyto, H. Pohlmann), München: kopaed, 2020, S. 171–182.

Durch den Strukturwandel des Kapitalismus hat sich die Funktion der Medien für politische Diskurse stark verändert. So ist das klassische Modell der politischen Auseinandersetzung, wie sie in Parlamenten und in der Presse gepflegt wurden, kaum mehr kompatibel mit Diskussionen, wie sie im Rahmen der sozialen Medien stattfinden.

Die Geltungskraft der bürgerlichen Diskurse scheint sich überlebt zu haben. Der vorliegende Beitrag zeigt auf, dass „Digital Citizenship“ die Dinge in Alltagsdiskursen selbst zum Sprechen bringen müsste. Dabei geht es nicht einfach darum, das Internet regelmäßig und effektiv zu nutzen; vielmehr muss vermittelt werden, wie aktive Formen der Medienpartizipation die Hintergründe des digitalen Kapitalismus und der künstlichen Intelligenz aufzudecken vermögen. 

Drei ältere Bände im Volltext

Academic literature generally has a short shelf life. After only a few years, many books and articles are already considered outdated. But take a look at these earlier publications and you may discover that many of the old questions are reappearing in new forms.

Wissenschaftliche Fachliteratur hat in der Regel eine kurze Halbwertszeit. Nach fünf oder sechs Jahren gelten viele Bücher und Aufsätze bereits als überholt. Neue Technologien, neue Begriffe, neue Diskurse – und schon wirkt das gestern Geschriebene veraltet.

In diesen Texten steckt oft mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Sie bewahren Denkbewegungen, Fragestellungen und Debatten, die im Lichte späterer Entwicklungen wieder überraschend aktuell werden können.

In diesem Zusammenhang habe ich mich an drei meiner Bücher erinnert, die vor über zwanzig Jahren erschienen sind. Die Urheberrechte sind längst an mich zurückgegangen. Ich habe sie nun erneut einscannen lassen und stelle sie kostenlos zum Download zur Verfügung. Im Rückblick erscheinen sie mir wie Zeitzeugen: Sie zeigen, welche Themen und Kontroversen die medienpädagogische Diskussion jeweils prägten – und mit welchen Erwartungen, Hoffnungen oder Befürchtungen man damals auf technische Entwicklungen blickte.

In einem begleitenden Video-Kommentar (bitte, dazu die farbigen Coverstelle ich diese drei Bücher noch einmal kurz vor und erläutere, was mir aus heutiger Perspektive daran besonders bedeutsam erscheint. [Hier die drei Kommentare verlinken – evtl mit Bild]

Vielleicht haben auch Sie Lust, einen Blick hineinzuwerfen – nicht nur als historische Dokumente, sondern als Anregung zur Reflexion darüber, wie sich unsere Sicht auf Technik, Bildung und Medien im Laufe einer kurzen Zeit verändert hat.

«Der Computer vor der Schultür» erschien 1986. Der Titel beschreibt die Situation treffend: Die Computertechnologie stand damals buchstäblich noch am Anfang. Es ist faszinierend nachzuvollziehen, wie intensiv und zugleich tastend über ihre mögliche Rolle in der Schule diskutiert wurde. Viele der Impulse kamen von engagierten Lehrerinnen und Lehrern, die als Pioniere Neuland betraten und versuchten, die Zukunft abzuschätzen – oft mit bemerkenswerter Weitsicht.

«Wege aus der Technikfalle» erschien 2005. Inzwischen hatte sich der Computer vom interessanten Fremdkörper zum selbstverständlichen Bestandteil schulischer Praxis entwickelt. Die Technik war „normal“ geworden – eingebettet in eine didaktisch orientierte Medienpädagogik und auch Teil der Lehrplandebatten. Das Buch dokumentiert diesen Übergang von der Euphorie und Skepsis der Anfangsjahre hin zu einer Phase der Normalisierung.

«Abenteuer Internet. Lernen mit Webquests» entstand zur Jahrtausendwende.

Damals gewannen Internet und Netzwerke im Bildungsbereich rasant an Bedeutung. Mit den sogenannten Webquests schien eine Methode gefunden, um Schülerinnen und Schüler produktiv und strukturiert mit Online-Inhalten arbeiten zu lassen. Das Buch spiegelt den Aufbruch in eine Zeit, in der das Netz als neuer Lernraum entdeckt wurde.